Anti-Jagd-Training




"Muss dir noch von meinem Erfolgserlebnis heute morgen berichten, dank dir bin ich heute pünktlich zur Arbeit gekommen: Jagdabbruch dank Superschlachtruf! Amy hatte beim Ballspielen eine Fährte aufgenommen und ist mit heftigen Spurlauten auf den Wald zugerannt. Dank dem Superschlachtruf hat sie abgebrochen, ich war so stolz auf sie! DANKE!!!"

Anke Sidow; Lindwedel



Jagdverhalten ist bei allen Hunden genetisch fixiert, nicht nur bei Jagdhundrassen. Natürlich hat man im Rahmen der Selektion unserer Haushunde rassetypische Verhaltensweisen herausgezüchtet oder eben nicht. So tendiert beispielsweise ein Chihuahua rassebedingt zu weniger jagdlicher Motivation als ein Dackel. Allerdings bestätigen Ausnahmen hier auch immer die Regel!

Unerwünschtes Jagdverhalten ist für den Besitzer oft ein Riesenproblem!
Sein Hund ist nicht ableinbar, in wildreichem Gebiet unansprechbar und wenn auch noch Vögel, Fahrzeuge und Menschen gejagt werden, kann man nicht einmal mehr den Jagdobjekten aus dem Weg gehen.

Anti-Jagd-Training basiert auf drei Säulen:
  • Impulskontrolle
  • Jagdverhalten abbrechen
  • Jagdverhalten umlenken

Ziel des Trainings ist, daß der Hund sich "am Jagdobjekt" besser zusammenreißen lernt, um nicht unkontrollierbar loszuhetzen.
Passiert das dennoch, kann der Besitzer kann seinen Hund abrufen. Durch jagdähnliches Alternativverhalten, das der Hund zeigen kann, wird die Jagd am eigentlichen Objekt weniger attraktiv und das Zusammenspiel mit dem Menschen ist erfolgreicher!

Jagdverhalten ganz abstellen kann man leider nicht.
Zum einen ist es dafür zu tief verankert, zum anderen sind viele Momente im Leben unserer Hunde Verhaltensweisen aus den Jagdsequenzen, z.B. auch im Spiel mit anderen Hunden. Das merken wir Menschen oft gar nicht, aber unsere Hunde üben sich dabei gut und lernen eben am Erfolg.